Der Elberadweg in Usti nad Labem

Von Střekov bis Velké Březno

Der Elberadweg in Usti nad Labem führt unter den Elbbrücken hindurch.

Steinbrüche und Schornsteine – die Industrie tummelt sich am anderen Elbufer.

Der Geruch von Hopfen und Malz – Velké Březno verpasst man nicht!

Gemütlich befahrbar: keine Schlaglöcher und viel Softeis

Dieser Ausflug beschreibt eine überschaubare Tour von der Burg Schreckenstein zur Brauerei in Velké Březno auf dem Elberadweg durch Usti nad Labem. Die Strecke ist flach und komplett asphaltiert, nur sehr kurze Abschnitte führen an mittelmäßig stark befahrenen Landstraßen entlang. Ich bin hin und zurück dieselbe Strecke gefahren – für sportlich ambitionierte bietet sich aber natürlich der Weg durch die Berge zurück zum Parkplatz. Mit Kinderanhänger war das für mich nicht machbar.

Auf dem Weg gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, alle mit Eis und Kaltgetränken. Besonders schön ist ein kleiner Softeisstand direkt neben den auf der Karte eingezeichneten Fußballfeldern: ein Schild oben an der Hauptstraße verrät, welche Eissorten dort heute verkauft werden. Einige der kleinen Cafés habe ich auf der Karte markiert.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten auf der Strecke

Dieser Abschnitt des Elberadwegs ist sehr kurzweilig. Der Startpunkt bietet direkt das erste Highlight, nämlich die Burg Schreckenstein (tschechisch: Střekov). Kaum lässt man sich den kleinen Hang hinunterrollen, steht man auch schon vor der beeindruckenden Elbschleuse Masarykova Zdymadla. Hier ist wichtig zu wissen: Es ist nicht notwendig, das Fahrrad die Treppen der Schleuse hoch und runter zu tragen. Stattdessen fährt man wie auf der Karte zu sehen unter der kleinen Eisenbahnunterführung hindurch und gelangt so direkt auf der richtigen Seite der Schleuse auf den Radweg.

Schloss Větruše ist vom Weg aus genauso zu sehen wie der Mariannenfels und natürlich kann man die drei Elbbrücken bewundern, während man auf dem gut ausgebauten Fahrradweg dahinrollt. Hinter der letzten Brücke beginnt das Industriegebiet auf der anderen Elbseite. Man hat freie Sicht auf die Steinbrüche und Industriebauten inmitten der Natur. Sicherlich ein zweifelhaftes Vergnügen, aber definitiv ein Anblick, den man sonst nicht allzu oft hat.

Velké Březno: Bis zum Ende durchhalten lohnt sich

Landschaftlich besonders schön ist dann das letzte Stück. Auf der anderen Elbseite ragt der Ziegenberg (Kozí vrch) empor. Der Weg schlängelt sich durch Felder und auch Eisenbahnfans kommen dank der Bahnstrecke rechts neben dem Weg nochmal auf ihre Kosten.

In Velké Březno angekommen kann man die Brauerei nicht verfehlen. Das örtliche Bier Březňák ist klassisch tschechisch – also sehr gut. In der Brauerei werden Führungen und Bierverköstigungen angeboten, allerdings nur Samstags oder mit Voranmeldung. Bier kaufen geht aber immer. Ein schöner Ausklang der Tour!

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