Nicht umsonst ist der Vysoký Ostrý weit über die Grenzen von Usti bekannt.
Der Weg nach oben ist schattig und abwechselungsreich.
Aufpassen beim Feuer machen – Waldbrände sind kein Spaß!
Der Vysoký Ostrý ist ein markanter Berg im Süden von Usti nad Labem und gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Region. Vom Aussichtspunkt sieht man bei gutem Wetter einige der bekanntesten Berge des böhmischen Mittelgebirges, darunter auch der höchste: Milešovka. Besonders gut zu erkennen sind die zwei Türme der Hazmburk in der Ferne. Wer noch nicht ganz sattelfest bei den Namen der verschiedenen Hügel ist, keine Sorge. Am Aussichtspunkt gibt es eine Infografik mit allen Namen.
Je nach dem, wie viel Zeit und Energie man mitbringt, kann man den Ausflug auch an der Burk Střekov (dt. Schreckenstein) starten. Wir sind in Nová Ves losgelaufen. Das macht den Weg wesentlich kürzer. Für mich mit der Kindertrage war das insb. bei dem heißen Wetter heute (> 30 °C) besser. Der Weg verläuft, egal wo man startet, zu großen Teilen durch dichten Wald. Es war also angenehm schattig für uns. Kostenlos parken geht auch an beiden Ausgangspunkten.
Der Aufstieg ist gegen Ende etwas anstrengend. Man sollte hier unbedingt auf dem farbig markierten Wanderwegen bleiben, um zu steile Anstiege zu vermeiden. Ich war mit meinem Sohn kurzzeitig vom rechten Weg abgekommen und fand mich gruseligen Steigungen gegenüber. Oben angekommen gibt es dann noch die steinernen Stufen des Aussichtspunktes zu erklimmen.
Ich schreibe diesen Artikel zu einer Zeit, zu der in der böhmischen Schweiz seit mehreren Tagen ein Waldbrand wütet. Auch der Berliner Grunewald und einige Wälder in Brandenburg brennen. Daher wirkt es doch irgendwie sehr unbedacht, dass es oben auf dem Gipfel eine Feuerstelle mitten zwischen den Bäumen gibt. Vielleicht ist es sicherer, zu Hause oder in der Fewo zu grillen…
Wie an so vielen schönen Orten in Nordböhmen hat sich auch hier auf dem Vysoký Ostrý ein berühmter Künstler von der malerischen Aussicht inspirieren lassen. Richard Wagner soll bei einem mehrtägigen Aufenthalt im Juni 1842 in der Burg Schreckenstein jeden Tag auf den Vysoký Ostrý gekommen sein. Hier traf er einen Hirten, der ihn zur Melodie zur Szene mit den Pilgern aus der Tannhäuser-Oper inspirierte.
